BODENSEE | BARRIEREFREI

… Unter diesem Motto laden wir zu einer „Mapping-Aktion“ rund um den Bodensee ein.

Konkret geht es darum die Bürgerinnen und Bürger rund um den See für das Thema Barrierefreiheit zu sensibilisieren und sie zu mobilisieren, gemeinsam den Bodensee barrierefrei zu gestalten. Dabei wollen wir aufzuzeigen, wo bereits Erfolge erzielt wurden und wo in dieser Hinsicht noch Aufholbedarf besteht. Das Internet, Web 2.0, mobile Apps, Cloud-Dienste, etc. können uns dabei maßgeblich unterstützen. In diesem konkreten Fall setzen wir auf die Wheelmap, eine kostenlose und bereits mehrfach prämierte mobile Applikation des gemeinnützigen Vereins Sozialhelden e.V.

Was ist die Wheelmap?

Die Wheelmap ist ein Kartendienst zum Suchen und Finden barrierefreier Orte und basiert auf der OpenStreetMap. Sie ist als Webanwendung sowie als kostenlose mobile Applikation für Smartphones (iPhone und Android) verfügbar. Darüber können die Nutzerinnen und Nutzer selbst Informationen zum Thema Barrierefreiheit in Restaurants, auf Spazierwegen, im öffentlichen Personennahverkehr, Geschäften, Spielplätzen, etc. – kurz: an allen öffentlichen Plätzen rund um den Bodensee erfassen und bewerten. Die Wheelmap steht weltweit und in über 20 Sprachen zur Verfügung.

Wheelmap funktioniert dabei nach dem Wikipedia-Prinzip: Sie ist offen, frei und kostenlos für die Nutzer zugänglich. Jeder kann Orte hinzufügen und bewerten. Je mehr Menschen sich beteiligen, umso besser werden die Daten.

Was ist eine Mapping-Aktion?

Beim „Mapping“ geht es darum Orten bestimmte Eigenschaften zuzuweisen – in diesem Fall hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit. Im Falle der Nutzung der mobilen App wird der eigene Standort dabei in einer Umgebungskarte angezeigt und ermöglicht die einfache Bewertung dieses Ortes auf Basis eines Ampelsystems. Ein Kriterienkatalog erleichtert dabei die Bewertung und gibt als Hilfestellung einige Anregungen. Mehr Informationen dazu gibt es hier. Hier gibt es Informationen zu den Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie hier. Das Organisationsteam der Mapping-Aktion „Bodensee | Barrierefrei“ erhält keine E-Mail-Adressen oder Zugriff auf personenbezogene Daten.

Warum braucht es diese Karte?

Wheelmap ermöglicht Rollstuhlfahrern und Menschen mit anderer Mobilitätseinschränkung ein selbstbestimmtes, aktives Leben zu führen in dem sie dabei hilft den Tag planbarer zu gestalten. Der Vorteil von Wheelmap gegenüber gedruckter Broschüren und Informationsmaterialien zur Barrierefreiheit: Das Kartenmaterial wird ständig überarbeitet und ist damit immer aktuell. Die App ist für alle Smartphone-Benutzer frei zugänglich und steht allen kostenlos zur Verfügung. Je größer die Benutzergruppe, desto besser sind die Informationen!

Für wen ist die Karte relevant?

Grundsätzlich informiert das Kartenmaterial über die Rollstuhltauglichkeit von Orten. Das betrifft alleine in Deutschland derzeit 1,6 Millionen Menschen. Die Zahl der Rollstuhlfahrer in Österreich liegt bei etwa 24.000 Menschen. Dabei sind Menschen mit anderen Mobilitätseinschränkungen noch gar nicht mitgezählt. Rechnet man dann auch noch jene Menschen mit temporären Mobilitätseinschränkungen hinzu zeigt sich schnell wie viele Menschen das Thema betrifft.

Schon einmal schwer bepackt mit Reisetaschen und Koffern aus dem Urlaub zurück gekehrt? Haben Sie versucht mit dem Kinderwagen Besorgungen zu erledigen? Schnell zeigt sich, wie man im Alltag mit Barrieren konfrontiert ist. Das Thema geht uns alle an – daher ist die Karte auch für alle relevant.

Über die Mapping-Aktion am Bodensee

Im Zeitraum zwischen 10.09. und 30.09.2013 laden wir interessierte und engagierte Menschen dazu ein, mit Studierenden, Öffentlichen Einrichtungen, Städten, Behindertenverbänden, etc. zusammen die Barrierefreiheit der Städte rund um den Bodensee zu testen und zu bewerten. Unterstützungserklärung gibt es dabei bereits von einigen Städten rund um den See sowie von der regionalen Presse und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Mehr Information zu den Unterstützern finden Sie in Kürze hier.

Wie kann ich mitmachen?

Haben Sie Erfahrung mit dem Thema Barrierefreiheit und Öffentliche Kommunikation? Waren Sie in diesem Bereich vielleicht selbst schon aktiv und können uns mit Rat und Tat zur Seite stehen? Oder haben Sie selbst einfach Lust und Interesse ein paar Stunden zu investieren um beim nächsten Stadtbummel oder Wandertag mit zu ‚mappen‘?

Dann freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung!

Kein Smartphone? Kein Problem! – Wir bringen Menschen mit und ohne Smartphone, mit und ohne Behinderung zusammen, um gemeinsam ihre Region zu erkunden. Im Team macht das Mappen gleich noch mehr Spaß! Melden Sie sich einfach bei uns, wenn Sie auch ohne Smartphone mitmachen möchten, z.B. bei per E-Mail bei Celina Raffl: celina.raffl@zu.de.

Warum sollte ich mitmachen?

Weil es einer wichtigen Sachen dient, die uns alle früher oder später etwas angeht – entweder persönlich oder Familienangehörige, Freunde, Bekannte.

Für alle, die jetzt noch nicht restlos überzeugt sind: Mitmachen wird außerdem belohnt!

Unter allen Teilnehmern verlosen wir drei Euregio-Tickets – für die Entdeckung der gesamten Bodensee-Region zu Land und zu Wasser! Jener Teilnehmer, der die meiste Bewertung abgegeben hat, sowie der Teilnehmer, der die meisten Orte neu eingetragen hat, gewinnt jeweils einen Gutschein für einen Dinner-Cruise auf dem Bodensee für zwei Personen.

Der Hauptpreis geht an jene Person, welche innerhalb des Wettbewerbszeitraums die meisten Bewertungen und Neueinträge in allen vier Ländern der Bodensee-Region, also in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein, vorgenommen hat.

Kontakt:

Celina Raffl | celina.raffl@zu.de | www.ticc.zu.de
Lehrstuhl für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik
Deutsche Telekom Institute for Connected Cities
T +49 7541 6009 1475

Die Mapping-Aktion „Bodensee – Barrierefrei“ läuft vom 10. – 30. September 2013 und ist eine Initiative im Rahmen des Forschungsprojektes „eSociety Bodensee 2020 – Offene gesellschaftliche Innovation in der Bodensee-Region“, das von der Internationale n Bodensee Hochschule gefördert wird.

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